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Veröffentlicht am: Artikel

  • Sicher im Alltag

Zivilcourage zeigen

Zeigen Sie Zivilcourage – helfen Sie mit, Straftaten zu verhindern und aufzuklären!

Für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zeigen die Bundespolizei und die Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn eine hohe Präsenz in Zügen und Bahnhöfen. In Hauptreisezeiten oder bei besonderen Anlässen wird diese Präsenz zusätzlich erhöht. Um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten, ist die Bundespolizei auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Hinsehen statt weggehen – sechs einfache Regeln für kritische Situationen

Die folgenden sechs Regeln für kritische Situationen sollen zeigen, dass jeder Mensch unabhängig von Alter, Geschlecht, Größe oder Körperbau, Hilfe leisten kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Oft ist schon ein lautes Wort oder das Ansprechen von Umstehenden hilfreich, um Angreifer vom Handeln abzubringen. 

1. Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
Es geht nicht darum, „den Helden zu spielen“ – schon eine umsichtige Reaktion kann helfen! Schauen Sie nicht weg, seien Sie aufmerksam, sprechen Sie andere (mögliche) Helfende direkt an oder sagen Sie laut, dass Sie Hilfe organisieren. Dies kann bereits dazu beitragen, dass von dem Opfer abgelassen wird.

2. Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
Holen Sie sich Hilfe von weiteren Personen. Sprechen Sie den Mann mit der roten Jacke an, der gerade aus dem Geschäft kommt, oder wenden Sie sich an das Zugpersonal. Bitten Sie um Mithilfe. Einer solchen direkten Ansprache kann man sich schwer entziehen.

3. Beobachten Sie genau und prägen Sie sich Täter-Merkmale ein
Wie sah der Täter aus? Welche Kleidung trug er? Wohin ist er gegangen? Die Polizei ist auf Unterstützung angewiesen. Oft sind es kleine Details, die dazu beitragen, dass der Täter zur Verantwortung gezogen werden kann. Nutzen Sie dazu die Zeugenkarte (nicht barrierefrei) [PDF, 207 KB] .

4. Organisieren Sie Hilfe unter Notruf 110
Den gebührenfreien Notruf 110 kann jeder wählen. Sie haben kein Mobiltelefon oder der Akku ist leer? Dann bitten Sie eine andere Person, umgehend die Polizei zu verständigen.

Wichtig ist es, die Situation kurz und bündig zu schildern:

  • Wer ruft an?
  • Was, Wo und Wann ist es geschehen?
  • Wie viele Menschen sind betroffen?
  • Warten Sie auch auf eventuelle Rückfragen.

Im Ausland wählen Sie im Notfall die 112 oder wenden Sie sich an die nächstgelegene Polizeidienststelle. Die 112 ist die europaweit einheitliche, kostenlose Notrufnummer für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Sie funktioniert in allen EU-Ländern und kann sowohl vom Festnetz als auch vom Mobiltelefon aus gewählt werden.

5. Kümmern Sie sich um Opfer
Erste Hilfe kann lebenswichtig sein! Kümmern Sie sich deshalb unverzüglich um verletzte Personen. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie Hilfe leisten können. Bitten Sie auch andere Personen um Unterstützung.

6. Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung
Mit Ihrer Aussage zum Geschehen tragen Sie dazu bei, dass die Straftat umfassend aufgeklärt werden kann.

Film zur Kampagne "Hinsehen statt weggehen"

Kurzfilm Zivilcourage
 

Für ein gutes Zusammenleben

Wir alle sind von Gesetzes wegen verpflichtet, bei einer Straftat im Rahmen unserer Möglichkeiten einzugreifen. Jeder trägt Verantwortung dafür, dass das Zusammenleben in unserer Gesellschaft friedlich und zivilisiert verläuft. Deshalb ist auch jeder gefordert, selbst als Zeuge und Helfer aktiv zu werden.

Gesetzlicher Versicherungsschutz

Personen, die sich im Interesse der Allgemeinheit besonders einsetzen, sind grundsätzlich gesetzlich unfallversichert, z. B. wenn sie bei Unglücksfällen Erste Hilfe leisten oder sich persönlich zum Schutz widerrechtlich Angegriffener einsetzen (§ 2 SGB VII). Näheres regeln zuständige Unfallversicherungsträger der Bundesländer.

Angebote für Schulen

Zivilcourage kann man lernen – je früher, desto besser. Die Bundespolizei bietet Schulungen für Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen zum Thema Zivilcourage an. Dabei geben Bundespolizistinnen und -polizisten Tipps, wie man in kritischen Situationen ein umsichtiges Zeugen-Helfer-Verhalten zeigt, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche, die regelmäßig mit der Bahn fahren.

Imagefilm Zivilcouragetraining

Weitere Informationen zum Zivilcouragetraining für Kinder und Jugendliche finden Sie in unserer Broschüre Zivilcourage im öffentlichen Personenverkehr (nicht barrierefrei) [PDF, 4 MB]  

Bei Interesse kontaktieren Sie uns gern.

 

Über unsere Kontaktformulare können Sie uns Fragen stellen stellen oder Hinweise geben.

Weitere Informationen zum Thema Zivilcourage finden Sie unter www.aktion-tu-was.de und unter www.polizei-beratung.de

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