Bundespolizeiorchester Berlin

Mit seinen professionellen Darbietungen ist das Orchester ein wichtiger Repräsentant der Bundespolizei und damit ein wichtiger Bestandteil der bundespolizeilichen Öffentlichkeitsarbeit.

Bundespolizeiorchester Berlin

Die Auftritte erfolgen zu verschiedenen Anlässen, wie etwa

  • bei dienstlichen Feierlichkeiten,
  • zu Gunsten wohltätiger Einrichtungen oder
  • in Form von Unterhaltungskonzerten

Zudem beteiligt sich das Bundespolizeiorchester Berlin auch an Workshops der Landesmusikakademie. Hier wird Kursteilnehmern der Fachrichtung Orchesterdirigenten die Möglichkeit gegeben, als Teil ihrer Ausbildung ein Probedirigat mit anschließendem Konzert zu absolvieren und so ihr erworbenes Können öffentlich zu präsentieren.

Repertoire

Das Bundespolizeiorchester Berlin verfügt über ein umfangreiches Repertoire. Dazu gehören

  • Originalkompositionen für symphonisches Blasorchester
  • Spezialarrangements aus den Bereichen Unterhaltungs- und Filmmusik sowie Musical sowie
  • traditionelle Märsche

Zusätzlich treten die Musikerinnen und Musiker auch in kleineren Ensembles auf und ergänzen somit die Konzert- und Programmgestaltung um zahlreiche weitere anspruchsvolle Variationen:

  • Ein Bläserquintett, ein Hornquartett und ein Blechbläserensemble widmen sich der klassischen Musik.
  • Das Saxofonquintett bietet ungewöhnlich illustrierte Klangfarben im Gewand ebenso ungewöhnlicher Arrangements.
  • Traditioneller Swing und moderne Unterhaltungsmusik werden von der Big Band und unserer "Kreuz & Quer" Besetzung präsentiert.
  • Die Blasmusikformation richtet sich an Freunde traditioneller Blasmusik.

Historische Entwicklung

Die Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 war auch die Geburtsstunde des jüngsten Musikkorps des Bundesgrenzschutzes, kurz "BGS" genannt. Trotz aller anfänglichen und insbesondere örtlichen Schwierigkeiten erlangte dieses Musikkorps bundesweit bald einen hervorragenden Ruf:

Unter der Leitung von GMD Hans-Jürgen Rohland und hohem Improvisationsgeschick aller Neumitglieder begann der Aufbau des Musikkorps in einer Kaserne der ehemaligen Nationalen Volksarmee in Erfurt.

Seine neue, feste Heimatbasis fand es im Jahr 1991 in Blumberg, am nordöstlichen Stadtrand von Berlin.

Im August 2001 übergab der Gründer des Musikkorps – mittlerweile in BGS-Orchester Berlin – umbenannt, die Leitung an seinen Nachfolger Arend zu Hoene.

Die Änderung der Behördenbezeichnung "Bundesgrenzschutz" in "Bundespolizei" am 1. Juli 2005 bewirkte eine erneute Namensanpassung in Bundespolizeiorchester Berlin.

Der Dirigent Arend zu Hoene

Arend zu Hoene leitet seit August 2001 das Bundespolizeiorchester Berlin. Durch sein Engagement hat er dem Orchester einen Stil verliehen, der sowohl den Ansprüchen eines symphonischen Blasorchesters als auch denen traditioneller Unterhaltungsmusik gerecht wird. Nicht zuletzt trägt seine langjährige Erfahrung mit namhaften europäischen Orchestern dazu bei, die Popularität des Bundespolizeiorchesters weiter zu steigern.

Zur Biografie von Arend zu Hoene:

Dirigent des Bundespolizeiorchesters Berlin Arend zu Hoene

  • 1952 in Gehrde geboren
  • Ausbildung am Konservatorium Osnabrück in den Fächern Trompete, Klavier und Musiktheorie
  • 1973 bis 1978 Studium an der Berliner Hochschule der Künste in den Fächern Trompete bei Prof. Fritz Wesenigk und Dirigieren in der Kapellmeisterklasse von Prof. Herbert Ahlendorf
  • Meisterkurse im Fach Dirigieren bei Prof. Hans Swarowsky, Prof. Otmar Suitner, Carl Melles und Franco Ferrara
  • Stationen der darauf folgenden Theaterlaufbahn waren die Städtischen Bühnen Heidelberg und das Staatstheater Darmstadt
  • 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor in Trier und Innsbruck
  • Dirigent an der Wiener Volksoper und der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf
  • Im Konzertbereich Zusammenarbeit mit namhaften internationalen Orchestern wie dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Irish National Orchestra, Irish Concert Orchestra, Radio-Orchester Luxemburg, Königlich Philharmonisches Orchester Antwerpen, Radio-Swiss-Lugano, Orchestra Sinfonica San Remo, Philharmonisches Staatsorchester Halle

Die Besetzungen im Überblick

Auftritte in folgenden Formationen sind möglich:

Die Big Band
Brillant, swingend, mitreißend … so präsentiert sich die Bundespolizei Big Band Berlin. Big Band Sound, von Swing bis Modern- und Latinjazz, erinnert an legendäre Größen wie Glenn Miller, Benny Goodman, Duke Ellington und Count Basie und lässt jedes Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Die Bundespolizei Big Band Berlin steht für exzellente Unterhaltung, die allen Altersgruppen Spaß macht.

GO Brass
Die GO Brass ist eine erstklassige Blechbläserbesetzung des Bundespolizeiorchesters Berlin.

Der Name GO Brass setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Grenzschutzpräsidium Ost (dem damaligen Namen dieser Behörde) sowie dem englischen Wort Brass – für Messing (Messinginstrumente, Blechblasinstrumente) – zusammen.

GO Brass steht in der Tradition so berühmter Blechbläserensemble wie German- bzw. London Brass, welche die klanglichen Möglichkeiten einer so großen Besetzung meisterlich zur Geltung bringen.

Das Repertoire dieses Blechbläserensembles unter der Leitung von Jan Diller beinhaltet Werke von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, Adaptionen von Werken der Komponisten George Gershwin und Leonard Bernstein, aber auch Interpretationen zeitgenössischer Musik.

Die Musiker von GO Brass sind somit eine ideale Bereicherung festlicher Anlässe.

Die Blasmusikformation
Das musikalische Spektrum dieser Formation ist vorrangig der traditionellen Blasmusik zugewandt, doch auch Tanz- und Unterhaltungstitel gehören zum Standard-Repertoire.

Adaptionen klassischer Werke, beispielsweise von Bach, Schubert oder Mozart, werden als Bestandteil konzertanter Programme zur Umrahmung festlicher Anlässe intoniert.

Bei der Gestaltung eigenständiger Konzerte unterstreichen solistische Darbietungen die Professionalität und Programmvielfalt dieses Ensembles unter der Leitung von Peter Lesser.

Das klassische Bläserquintett
Querflöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott – das klassische Bläserquintett verleiht jeder Feier musikalischen Glanz.

Werke der Klassik und Romantik, aber auch zeitgenössische Klänge verwöhnen die Sinne und begeistern die Gäste.

Für die Umrahmung festlicher Veranstaltungen ist das klassische Kammermusikensemble unter der Leitung von Christoph Hackbart bestens geeignet.

Das Hornquartett
Die klanglichen Möglichkeiten des Waldhorns, von schmetternden bis hin zu weichen, gemütvollen Tönen, verleihen diesem Ensemble seine Interpretationsvielfalt: Von der Renaissance bis zur Moderne, von der Volksmusik bis zum Jazz – das ist Musik aus 4 Jahrhunderten!

Jagdlieder oder Blasmusik – ohne Hornklang kaum vorstellbar. Und im 4-stimmigen Hornsatz klingt Weihnachtsmusik besonders feierlich.

Das Hornquartett unter der Leitung von Renata Bruggaier bereitet allen Beteiligten viel Freude.

"Kreuz & Quer"
Ursprünglich als Instrumental- und Gesangsduo gegründet und zunächst als Trio, dann zum Quartett mit Gesangssolistin erweitert, durchschritt diese Besetzung ihre Metamorphose bis hin zur heutigen Formation "Kreuz & Quer", bestehend aus 7 Musikern.

Der ungewöhnliche Name ist längst schon ein Synonym für musikalische Flexibilität geworden. Dabei ist die Formation nach wie vor in der Lage, wahlweise in personeller „Gründerzeitstruktur“ oder in der aktuellen Besetzung dem jeweiligen Veranstaltungscharakter zu entsprechen.

Unter der Leitung von André Dabelow präsentiert dieses Ensemble ein weit gefächertes Repertoire mit beliebten Titeln aus der Unterhaltungs- und Stimmungsmusik. Aber auch Oldies, Schlager, Evergreens, Dinnermusik und moderner Pop gehören dazu.

Zu der stetig wachsenden Popularität hat die Umrahmung von Feierlichkeiten innerhalb verschiedener Bundesbehörden beigetragen, wie z. B. dem Bundeskanzleramt, dem Bundeskriminalamt, dem Bundesministerium des Innern und dem Bundesnachrichtendienst. Aber auch auf Mitarbeiterfesten der Bundespolizei, Sportlerehrungen der Bundespolizeisportschule oder der Sicherheitskonferenz der Deutschen Bahn AG war die Formation bereits vertreten.

Das Saxofonquintett
Der klassische "Fünfersatz", bestehend aus einem Bariton sowie 2 Alt- und 2 Tenorsaxofonen, bereichert das Klangkolorit unseres traditionellen und symphonischen Blasorchesters auf unverzichtbare Weise – nicht nur durch schlichte Ergänzung weiterer Instrumentalstimmen, sondern vor allem durch seinen unverwechselbaren Sound.

So gibt es etliche Genres wie zum Beispiel Musical, Operette, Filmmusik oder Schlager, die ohne das satte Klanggefüge dieser Instrumente ebenso wenig denkbar wären wie Kompositionen eines Glenn Miller und George Gershwin, um nur einige der ganz Großen zu nennen, deren berühmtesten Werke als Adaptionen zum bewährten Repertoirestandard unseres Saxofonquintetts gehören.

Doch gerade als eigenständiges Ensemble entfaltet es seine musikalische Vielseitigkeit und Spielfreude zu außergewöhnlich gefärbten Melodien.

Unter der bewährten Leitung von Jörn Schau werden dem Publikum seit Jahren handverlesene Titel mit stetig wachsendem Anklang präsentiert, immer unter dem Motto: " ... von Miller bis Mozart, von Latin bis Swing".

Kontakt

Bundespolizeiorchester Berlin
Neuer Schwanebecker Weg 3
16356 Ahrensfelde

Orchesterbüro:
03338 60469-102

bpolp.orchester.berlin@polizei.bund.de

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