Ermittlungen nach Computerbetrug in fast 500 Fällen

14.09.2018

Ermittlungen nach Computerbetrug in fast 500 FällenErmittlungen nach Computerbetrug in fast 500 Fällen

Durch Ermittlungen der Bundespolizei und die enge Zusammenarbeit mit schwedischen Ermittlungsbehörden sowie Europol in Den Haag ist es am 12. September 2018 gelungen, zwei in Malmö und Norrköping wohnende Syrer zu identifizieren, gegen die der dringende Tatverdacht des gewerbsmäßigen Computerbetruges besteht.

Diese sollen von Schweden aus ein Netzwerk gesteuert haben, über das Online-Tickets bei der Deutschen Bahn gekauft und größtenteils anschließend weiterverkauft wurden. Dazu verwendeten sie gestohlene Kreditkartendaten. Nach Angaben der Deutschen Bahn konnten bisher mehr als 493 Fälle erkannt werden. Die bisherige Schadenshöhe beträgt mindestens 43.000 Euro. Auf Grundlage eines Rechtshilfeersuchens der Staatsanwaltschaft Frankfurt wurden daher die Wohnungen der Hauptverdächtigen von schwedischen Einsatzkräften durchsucht.

Gegen einen der Hauptverdächtigen konnte zugleich ein EU-Haftbefehl in Schweden sowie ein angeordneter Vermögensarrest in Höhe von 40.000 Euro vollstreckt werden. In der Wohnung entdeckten die Ermittler zudem eine professionelle IT-Ausstattung (mehrere Computer, Speichermedien, Handys, hochwertige Drucker), die zu Auswertezwecken sichergestellt wurde. Darüber hinaus wird nun auch gegen die Geliebte eines Hauptverdächtigen ermittelt. Sie ist in Schweden bereits wegen Betrugs- und Schleusungsdelikten polizeilich bekannt.

Gegen die Käufer der Online-Tickets führt die Bundespolizei gesonderte Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges sowie des Erschleichens von Leistungen im Auftrag der Staatsanwaltschaften in Aachen, Essen und Dortmund. Parallel zu den Einsatzmaßnahmen in Schweden durchsuchte die Bundespolizei daher in den frühen Morgenstunden mit etwa 60 Einsatzkräften drei Wohnungen in Nordrhein-Westfalen.

Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

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