Wahrung der Grenzsicherheit

Seit dem Schengen-Beitritt der Schweiz im Dezember 2008 sind die Grenzen zu den Nachbarstaaten Deutschlands nur noch Binnengrenzen, das heißt, dort entfallen die Grenzkontrollen weitgehend. Davon ausgenommen sind die Flug- und Seehäfen, dort findet nach wie vor überwachter Außengrenzverkehr statt.

Dokumenten- und Visumberater (DVB) bei der Schulung ausländischer Kolleginnen und Kollegen Dokumenten- und Visumberater (DVB) bei der Schulung ausländischer Kolleginnen und KollegenDokumenten- und Visumberater (DVB) bei der Schulung ausländischer Kolleginnen und Kollegen

Mehr denn je gilt deshalb:
Die Frage der Grenzsicherheit kann nicht auf das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik beschränkt betrachtet werden. Stattdessen kommt es darauf an, über die Grenzen hinweg zu kooperieren. Um diesem Erfordernis gerecht zu werden, ist auf europäischer Ebene das "Integrated Border Management" entwickelt und von der Bundespolizei national umgesetzt worden.

Das "Integrated Border Management" beinhaltet die so genannte Vorverlagerungsstrategie. Hierzu gehört etwa, dass die Bundespolizei Verbindungsbeamte der Bundespolizei (VB BPOL) sowie Dokumenten- und Visumberater (DVB) entsendet.

Ziel der Vorverlagerungsstrategie ist es, der illegalen Migration nach Deutschland und in den Schengen-Raum möglichst bereits an dem Ort entgegenzuwirken, wo sie entsteht oder besonders begünstigt wird – also in den Herkunftsländern der Migranten und an bedeutsamen Knotenpunkten entsprechend der Migrationsströme in Drittstaaten.

Derzeit sind insgesamt 51 Dokumenten- und Visumberater an 32 Standorten in 25 Staaten eingesetzt. Der Einsatz der Dokumenten- und Visumberater wird aus Mitteln des Fonds Innere Sicherheit der Europäischen Union gefördert.

Logo für die Refinanzierung aus Europäischen Mitteln

Weitere Aktivitäten der Bundespolizei zur Wahrung der Grenzsicherheit

  • Zum Schutz der Schengen-Außengrenze unterstützen deutsche Bundespolizisten auch andere Mitgliedstaaten, etwa in Frontex-Einsätzen oder durch die Entsendung von Grenzpolizeilichen Unterstützungsbeamten Ausland (GUA).
  • Hinzu kommt der tägliche Informationsaustausch mit den beteiligten in- und ausländischen Sicherheitsbehörden, beispielsweise in den Gemeinsamen Zentren, wo gemeinsame Einsätze, Streifen und Kontrollen abgestimmt werden.
  • Die Bundespolizei unterstützt auch Drittländer in bilateralen Projekten im Rahmen der Ausbildungs- und Ausstattungshilfe mit dem Ziel, die Rechtstaatlichkeit, Menschenrechte und demokratischen Werte zu fördern.

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