Metalldiebstahl geht uns alle an – gemeinsam Handeln!

Metalldiebstähle führen bei den betroffenen Unternehmen zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden. Doch nicht nur das: entsprechenden Diebstähle verursachen zum Beispiel bei der Deutschen Bahn AG auch Zugverspätungen oder sogar Zugausfälle, sodass letztlich auch die Öffentlichkeit geschädigt wird.

Was kann ich tun, wenn ich einen Metalldiebstahl beobachte?

  • Wenn Sie Zeuge eines Metalldiebstahls werden, informieren Sie unverzüglich die Polizei. Denn viele Täter kommen ohne Strafe davon, weil sich Zeugen nicht bei der Polizei melden. In diesen Fällen setzen die Täter ihre Straftaten nicht selten fort.
  • Für die Ermittlungen der Polizei ist eine Täterbeschreibung besonders wichtig. Prägen Sie sich daher so viele Details wie möglich ein.
  • Zeigen Sie Zivilcourage – stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung!

Abgetrenntes Erdungskabel Abgetrenntes Erdungskabel

Was muss ich als Ankäufer von Metallen beachten?

Fragen Sie nach der Herkunft der Ware und lassen Sie sich vom Verkäufer einen Herkunftsnachweis vorlegen.

Notieren Sie sich den Namen, die Anschrift sowie das Autokennzeichen des Anlieferers und lassen Sie sich einen amtlichen Ausweis zeigen (zum Beispiel Personalausweis).

Kontaktieren Sie im Zweifel umgehend die Bundespolizei/Polizei.

Wie kann ich mich als Baustellenbetreiber vor Metalldieben schützen?

  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Ihre firmeneigene Sicherheit.
  • Führen Sie regelmäßig Kontrollen durch, um Tatgelegenheiten und diebstahlsförderndes Verhalten zu erkennen.
  • Beobachten Sie Ihr Umfeld und achten Sie auf Personen, die Ihre Baustelle ausspionieren.
  • Prägen Sie sich Merkmale verdächtiger Personen und Fahrzeuge ein und notieren Sie sich amtliche Kennzeichen.

Welche technischen und/oder organisatorischen Maßnahmen kann ich treffen?

  • Wenn möglich, umzäunen Sie Ihre Baustelle lückenlos mit einer Mindesthöhe von 2,5 Metern und Übersteigsicherung.
  • Sichern Sie Bauzäune mechanisch.
  • Verwenden Sie einen Sichtschutz, um Begehrlichkeiten nicht erst zu wecken.
  • Sorgen Sie für ausreichende Ausleuchtung des Lagerplatzes; installieren Sie gegebenenfalls Bewegungsmelder.
  • Verbessern Sie die Überwachung der Baustelle durch Installation von Videoanlagen mit ereignisgesteuerter Aufschaltung und Aufnahmemöglichkeit.
  • Schalten Sie den Strom bei Nichtnutzung ab.
  • Sichern Sie Baumaschinen und Baugeräte während nicht aktiver Bauphasen und über Nacht, zum Beispiel mit Rad- und Lenkradkrallen.
  • Sollten Ortungsgeräte in Baufahrzeugen nicht werksmäßig verbaut sein, rüsten Sie Ihre Fahrzeuge und hochwertigen Geräte nach.
  • Stellen Sie Baufahrzeuge und Baumaschinen tankseitig an Containerwände oder gegeneinander.
  • Unterbrechen Sie nach Möglichkeit Stromkreise oder blockieren Sie hydraulische Teile und entfernen Sie den Kraftstoff während längerer Baupausen.
  • Lagern Sie hochwertige Baumaterialien in besonders abgesicherten Bereichen oder Containern. Sollte dies nicht möglich sein, lagern Sie diese inmitten nicht attraktiver Materialien im Zentrum der Baustelle.
  • Kennzeichnen Sie Ihre Baumaschinen und Baugeräte individuell, deutlich sichtbar und dauerhaft, zum Beispiel durch entsprechende Beschriftungen.
  • Führen Sie einen Maschinen-Pass und notieren Sie sich alle Maschinen- und Gerätenummern. Fertigen Sie auch ein Foto als Vergleichsbild.
  • Lassen Sie Baufelder durch einen Sicherheitsdienst überwachen.
  • Kontaktieren Sie bei festgestellten Diebstählen oder bei Zweifeln umgehend die Bundespolizei/Polizei und bringen Sie jede Straftat zur Anzeige.

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