Taschendiebstahl in Deutschland - Statistik


Infografik Taschendiebstahl (Vergrößern per Mausklick) Infografik Taschendiebstahl

Taschendiebstahl zählt in Großstädten zu den häufigsten Delikten – neben Autoaufbrüchen, Fahrraddiebstählen und Sachbeschädigungen. Und das, obwohl die polizeiliche Kriminalstatistik nur den Diebstahl aus (Bekleidungs- oder Hand-) Taschen zum Taschendiebstahl rechnet, die am Körper getragen werden.

Anstieg von Taschendiebstählen

Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2015 in Deutschland insgesamt 168.142 Taschendiebstähle angezeigt, 2014 waren es noch 157.069 Fälle. Mit diesem Anstieg von 7% erreichen die Zahlen ein sehr hohes Niveau.

Gelegenheit macht Diebe

Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln machen sich Diebe zunutze, um zuzuschlagen. Im Jahr 2015 entstand dabei ein Schaden von 50,8 Millionen Euro.
Die Tatzeiten des Taschendiebstahls folgen den Tatgelegenheiten: So liegen die zeitlichen Schwerpunkte im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs überwiegend in der abendlichen „Rushhour“, bei den Fernverkehrsmitteln zur Urlaubs- oder Hauptreisezeit. Entsprechende Brennpunktzeiten in den Einkaufszentren sind die Stunden vor Ladenschluss, während des Sommer- oder Winterschlussverkaufs und in der Vorweihnachtszeit.

Geringe Aufklärungsquote

Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2015: 6,4 Prozent). Denn Taschendiebe sind oft professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind.
Insgesamt wurden im Jahr 2015 9.142 Tatverdächtige in Deutschland registriert, davon waren 66,7 % 21 Jahre und älter. Wie die Infografik zeigt, sind darunter auch etliche Kinder und Jugendliche, die beim Taschendiebstahl ertappt werden. So waren im Jahr 2015 16,6 % der Tatverdächtigen unter 18 Jahre alt.

Quelle: http://www.polizei-beratung.de/

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