Taschendiebstahl in Deutschland - Statistik


Infografik Taschendiebstahl (Vergrößern per Mausklick) Infografik Taschendiebstahl

Taschendiebstahl zählt in Großstädten zu den häufigsten Delikten – neben Autoaufbruch, Fahrraddiebstahl und Sachbeschädigung an Autos. Und das, obwohl die polizeiliche Kriminalstatistik nur den Diebstahl aus am Körper getragenen (Bekleidungs- oder Hand-) Taschen zum Taschendiebstahl rechnet.

Anstieg von Taschendiebstählen

Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2015 in Deutschland insgesamt 168.142 Taschen­diebstähle angezeigt, 2014 waren es noch 157.069 Fälle. Mit diesem Anstieg von 7% erreichen die Zahlen ein sehr hohes Niveau.

Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2017 in Deutschland insgesamt 127.376 Taschen­diebstähle angezeigt, 2016 waren es noch 164.771 Fälle. Trotz des Rückgangs erreichen die Zahlen ein sehr hohes Niveau.

Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln machen sich Diebe zunutze, um zuzuschlagen. Im Jahr 2017 entstand dabei ein Schaden von 41.257.169 Euro.

Die Tatzeiten des Taschendiebstahls folgen den Tatgelegenheiten: So liegen die zeitlichen Schwerpunkte im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs überwiegend in der abendlichen „Rushhour“, bei den Fernverkehrsmitteln zur Urlaubs- oder Hauptreisezeit. Entsprechende Brennpunktzeiten in den Einkaufszentren sind die Stunden vor Ladenschluss, während des Sommer- oder Winterschlussverkaufs und in der Vorweihnachtszeit.

Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2017: 6,4 Prozent), da die Tat von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt wird. Denn Taschendiebe sind oft professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind.
Insgesamt wurden im Jahr 2017 6.915 Tatverdächtige in Deutschland registriert, davon waren 70,4 Prozent 21 Jahre und älter. Wie die Infografik zeigt, sind es auch Kinder und Jugendliche, die beim Taschendiebstahl ertappt werden. 2017 waren 16,0 Prozent der Tatverdächtigen unter 18 Jahre alt.

Quelle: http://www.polizei-beratung.de/

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