Hinweise für Beförderungsunternehmen

Bei Kontrollen werden immer wieder Personen festgesetzt, die mit Bussen, Taxen oder Lkws illegal nach Deutschland unterwegs sind.

Bei der Strafverfolgung durch die Bundespolizei wird vor allem gegen die Schleuserorganisationen ermittelt. Denn diese organisieren die illegalen, teilweise menschenunwürdigen Transporte und nutzen das Schicksal anderer skrupellos aus, um sich zu bereichern. Dabei geht es um beträchtliche Summen: Schleuser erhalten pro geschleuster Person zwischen 5.000 und 15.000 US-Dollar.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihre Dienstleistung von Schleusern ausgenutzt wird, verständigen Sie bitte unverzüglich die Bundespolizei oder jede andere Polizeidienststelle.

Handlungsempfehlungen für das Personal in der Personenbeförderung

Gemäß § 63 Aufenthaltsgesetz dürfen Beförderungsunternehmen nur Ausländer ins Bundesgebiet befördern, die im Besitz eines erforderlichen Passes und Aufenthaltstitels sind.

Im Busverkehr
Bestehen Sie im grenzüberschreitenden Reiseverkehr darauf, dass sich die Fahrgäste vor Fahrtantritt mit einem Pass oder Personalausweis ausweisen.

Kontrolle eines Reisebusses im grenzüberschreitenden Reiseverkehr Kontrolle eines Reisebusses im grenzüberschreitenden ReiseverkehrKontrolle eines Reisebusses im grenzüberschreitenden Reiseverkehr

Seminar zur grenzüberschreitenden Kriminalität für Beförderungsunternehmen
Die Bundespolizei bietet Beratung und Schulungen zu folgenden Themen an: Einreisebestimmungen nach Deutschland bzw. in das Schengen-Gebiet, Urkundenfälschungen sowie zur missbräuchlichen Nutzung von Ausweisdokumenten. Wenn Sie hieran interessiert sind, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Im Taxiverkehr
Befördern Sie Personen nur, wenn Sie sicher sind, nicht in Schleusungsverdacht zu geraten. Seien Sie vorsichtig bei Bestellungen mit außergewöhnlichen Wünschen, zum Beispiel nächtliche Abholung in einer kaum bewohnten, grenznahen Region ohne feste Adresse – Sie könnten für ein Schleusungsdelikt missbraucht werden.

Handlungsempfehlungen für das Personal im Güterverkehr

Seien Sie stets mit offenen Augen und Ohren unterwegs. Die Erfahrung zeigt, dass Schleuser die Unaufmerksamkeit mancher Fahrer für ihre Zwecke ausnutzen. Besonders gefährdet sind Lkw-Fahrer, die grenzüberschreitend tätig sind.

Überprüfen Sie Ihren Lkw daher vor jeder Abfahrt sorgfältig auf „unerwünschte Mitfahrer“. Denn es kommt vor, dass die einzuschleusenden Menschen vom Fahrer unbemerkt auf dem Lkw platziert werden, etwa während der Pausenzeiten.

Oft werden Lkws für den Transport der Menschen von den Schleusern regelrecht ausgesucht.

Die illegale Mitfahrt ist nicht selten lebensgefährlich. Wenn die einzuschleusenden Menschen sich zum Beispiel unter dem Auflieger verstecken, besteht die Gefahr, dass sie herunterfallen und überfahren werden. Durch aufmerksames Verhalten schützen Sie also nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Seminar zur grenzüberschreitenden Kriminalität im Transportgewerbe
Wir bieten Beratung sowie Kurzseminare zur grenzüberschreitenden Kriminalität im Transportgewerbe an.
In den Seminaren werden die wichtigsten polizei- und strafrechtlichen Bestimmungen vermittelt, die bei einem Grenzübertritt zu beachten sind. Zudem wird am Fahrzeug gezeigt, wie sich Menschen Zugang zum Lkw oder Anhänger verschaffen, ohne dass der Fahrer davon etwas bemerkt.

Wenn Sie hieran interessiert sind, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Die Taschenkarten zum Thema "Vorsicht Schleuser und illegale Migranten!" stehen hier für Berufskraftfahrer mit den wichtigsten Hinweisen in weiteren Sprachen zur Verfügung.

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