11 unerlaubt eingereiste Personen bei Herwigsdorf aufgegriffen
17.03.2010
Nach zwei kurz aufeinander folgenden Bürgerhinweisen stellte eine Streife des Zolls am 16. März 2010, gegen 07.30 Uhr, zunächst vier Personen ohne Ausweisdokumente an einem Waldstück an der B178 in Richtung Herwigsdorf (Sachsen). Bei einer ersten Befragung gaben die ausländischen Personen an, zu einer 11-köpfigen Gruppe gehört zu haben. Fünf Minuten später griffen Streifen der Bundespolizeiinspektion Ebersbach zeitgleich vier weitere Personen an der Bushaltestelle Herwigsdorf und zwei Personen in der Ortslage Ottenhain auf.
Bei der ausländischen Gruppe handelt es sich um neun irakische und einen pakistanischen Staatsangehörigen, von denen keiner gültige Reisedokumente bzw. gültige Aufenthaltstitel vorweisen konnte. Da laut eigenen Angaben noch eine Person aus der Gruppe abgängig war, wurde um 07.55 Uhr der Polizeihubschrauber der Bundespolizei zur Nachsuche hinzugezogen. Gegen 08.40 Uhr konnte eine abgesetzte Fußstreife die noch fehlende Person, ebenfalls ein irakischer Staatsangehöriger, in einem Waldstück in der Nähe des Forsthauses Strahwalde stellen.
Alle Personen wurden auf Grund des Verdachts der unerlaubten Einreise, des unerlaubten Aufenthalts in das Bundesgebiet vorläufig festgenommen und zur weiteren Bearbeitung auf die Dienststelle nach Ebersbach verbracht. Bei den Vernehmungen gaben die neun männlichen und zwei weiblichen Personen im Alter zwischen 16 und 48 Jahren an, dass sie in einem geschlossenen LKW von der Türkei aus mehrere Tage bis nach Deutschland geschleust wurden. Den LKW durften sie nur kurzzeitig in den Nachtstunden verlassen. Für die Schleusung wurden zwischen 4000,- Euro und 8000,- Dollar pro Person bezahlt. Wenige Kilometer nachdem der LKW die Grenze nach Deutschland passiert hatte, musste die Gruppe die Ladefläche verlassen und wurde sich selbst überlassen.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Ebersbach










