124 Syrer auf der Mittelmeerinsel Korsika (Frankreich) gelandet - Erste Aufgriffe in Deutschland
04.02.2010
Am 03.02.2010, gegen 18.30 Uhr, hielt eine Streife der Bundespolizeiinspektion Flensburg auf der BAB 7 einen dänischen Pkw Mazda 626 an. Bei der Kontrolle auf dem Parkplatz Arenholz wurde festgestellt, dass der Fahrer, ein im Irak geborener 47-jähriger Däne, eine vierköpfige syrische Familie beförderte.
Da sich nur der Däne mit seinem Reisepass ausweisen konnte, wurden alle Personen zur Dienststelle verbracht. Hier stellte sich heraus, dass die Syrer, ein 32-jähriger Mann, seine 29-jährige Frau und zwei Kleinkinder ohne Ausweispapiere unterwegs waren.
Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die Familie zu einer Gruppe von insgesamt 124 Syrern gehört, die bereits am 22.01.2010 auf der Mittelmeerinsel Korsika (Frankreich) gelandet waren. Das eigentliche Reiseziel der Familie ist Finnland. Der dänische Fahrer wurde wegen Verdacht der Schleusung zur Anzeige gebracht. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 2 150,- dänischen Kronen konnte er seine Fahrt fortsetzen. Auch gegen das syrische Ehepaar wurde ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalt eröffnet. Sie wurden an die zuständige Ausländerbehörde übergeben.
Quelle: Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt









