Bundespolizei

Ausreise von zahlreichen "Gewalttätern Sport" verhindert

26.02.2010

Die Bundespolizeiinspektion Kleve führte am 25.02.2010 aus Anlass des Fussball-Europa-League Spiels PSV Eindhoven gegen den Hamburger SV verstärkte Überwachungsmaßnahmen an der Grenze durch. Hiervon betroffen war u.a. auch der Ausreiseverkehr auf der Autobahn 40.

Im Rahmen der durchgeführten Kontrollmaßnahmen konnten insgesamt 35 Personen festgestellt werden, die als Gewalttäter Sport polizeibekannt sind. Neben der Überprüfung des Individualverkehrs wurden insgesamt acht Reisebusse einer genaueren Überprüfung unterzogen. Unter diesen Reisebussen befand sich auch ein durch fankundige Beamte angekündigter Reisebus mit Problemfans aus Hannover und Bielefeld, der gegen 14:00 Uhr auf dem Rastplatz Tomm Heide bei Straelen kontrolliert wurde.

Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung wurde festgestellt, dass von den 41 Insassen 27 Personen bereits zuvor bei Fußballbegegnungen Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen haben und in der Datei Gewalttäter Sport ausgeschrieben waren.

Die Datei über Gewalttäter, die insbesondere im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen auftreten, versetzt die Polizei bundesweit in die Lage, durch gezielte Maßnahmen gegen Einzelne zum sicheren Verlauf von Veranstaltungen beizutragen. Gewalttätige Auseinandersetzungen von so genannten "Problemfans" beinhalten regelmäßig schwere Straftaten wie Landfriedensbruch und Delikte gegen Leben, Gesundheit und Eigentum. Begehen deutsche Staatsangehörige solchen Straftaten bei internationalen Sportveranstaltungen im Ausland, fügen sie dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland erheblichen Schaden zu. Um dies zu verhindern, können die zuständigen Behörden auf der Grundlage des Passgesetzes nach Prüfung des jeweiligen Einzelfalles Passbeschränkungen erlassen und die Ausreise von Personen untersagen.

Randalierer im Bielefelder Bahnhof am 27.11.2009Die Bundespolizei konnte auch die Ausreise von vermeintlichen Fußballfans in die Niederlande verhindern, die am 27.11.2009 randalierend und gewalttätig im Bielefelder Bahnhof aufgefallen waren

Der Reisebus wurde zum Bundespolizeirevier Straelen gelotst. Auf Grundlage weiterer Überprüfungen und nach Rücksprache mit den szenekundigen Beamten aus Hamburg und Eindhoven, die zur Unterstützung aus Eindhoven zum Bundespolizeirevier Straelen gekommen waren, wurde 11 Personen nach entsprechender Einzelfallprüfung die Ausreise in die Niederlande untersagt.

In dieser Personengruppe befanden sich auch zahlreiche Personen, die am 27.11.2009 durch Gewalttätigkeiten am Bahnhof Bielefeld auffällig wurden.

Nach Mitteilung des Sachverhaltes an die zuständigen niederländischen Behörden verweigerten diese allen Insassen des Busses die Einreise in die Niederlande. Daher wurde nach Abschluss der Maßnahmen durch die Bundespolizei der Bus durch Kräfte des Polizeipräsidiums Düsseldorf (Autobahnpolizei) gegen 18:10 Uhr zurück begleitet.

Dieser Einsatzerfolg bestätigt darüber hinaus wieder einmal die gute Zusammenarbeit der deutschen und niederländischen Polizeibehörden.

Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin


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