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Bundespolizei-Flugdienst

Allgemeine Informationen zum Bundespolizei-Flugdienst


Die Einsatzfelder der Polizeihubschrauber des Bundes umfassen u.a. die Überwachung der Grenzen, einschließlich des Küstenmeeres im Bereich der Nord- und Ostsee, den Transport von Polizeikräften bei Großeinsätzen, die Unterstützung des Bundeskriminalamtes, die Hilfe bei schweren Unglücks- und Katastrophenfällen im In- und Ausland, den Luftrettungsdienst sowie die Beförderung von sicherheitsgefährdeten Personen des politischen und parlamentarischen Bereichs des Bundes und der Länder sowie von Staatsgästen der Bundesregierung. Aufträge aus diesem VIP-Bereich führten die Hubschrauber der Bundespolizei bis nach Kaliningrad (Königsberg) und Lvov (Ukraine). Auch seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI war bei seinen zwei Besuchen in der Bundesrepublik Deutschland Fluggast der Bundespolizei.

Aus Anlass polizeilicher Großeinsätze kamen schon gleichzeitig bis zu 48 Hubschrauber zum Einsatz. Historisch ist hierbei der Unterstützungseinsatz des Bundespolizei-Flugdienstes bei der Durchführung der XX. Olympischen Spiele 1972 in München.

Im Rahmen eines internationalen Abkommens zum weltweiten Schutz vor unerlaubter Einleitung gefährdender Stoffe in die Meere werden Hubschrauber der Bundespolizei zu Überwachungsflügen über der Nord- und Ostsee in Zusammenarbeit mit den Schiffen der Küstenwache eingesetzt.

Der Bundespolizei-Flugdienst ist seit dem Beginn der organisierten Luftrettung in Deutschland (1970) an maßgeblich am Rettungsdienst beteiligt. Bis zum Jahr 1994 flogen die Piloten der Bundespolizei auf insgesamt 22 Luftrettungsstationen die orangefarbenen Hubschrauber des Zivilschutzschutzes des Bundes. Derzeit werden bundesweit noch 12 der über 70 Luftrettungszentren von den Piloten der Bundespolizei fliegerisch betreut, wobei auch die Wartung der Hubschrauber den Mechanikern des Bundespolizei-Flugdienstes obliegt. Jährlich werden pro Luftrettungsstation durchschnittlich mehr als 1 000 Einsätze geflogen. Von den bisher insgesamt über 2.100.000 Luftrettungseinsätzen bewältigten die Piloten der Bundespolizei rund 700.000.

In der Katastrophenhilfe waren Bundespolizei-Hubschrauber zur Bergung und Versorgung der Bevölkerung bei den Sturmfluten 1962 und 1976, bei der Schneekatastrophe 1978, beim Schutz der Deiche anlässlich der Oderflutkatastrophe 1997, beim Elbehochwassereinsatz im August 2002 und im Januar 2011 sowie bei der Hochwasserkatastrophe an Donau und Elbe im Juni 2013 im Einsatz. Auch der vielfache Einsatz zu Löscharbeiten bei Waldbränden gehört zum Handwerk der Bundespolizei-Piloten. Der Auslandseinsatz zur humanitären Hilfe der Bundesregierung in Mosambik im März 2000 gilt als ein besonderer Meilenstein in der Chronik des Bundespolizeiflugdienstes

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