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Coup gegen internationale Bande von Buntmetalldieben

Datum
14.02.2013


Aufgrund einer Häufung von Buntmetalldiebstählen seit Herbst 2012 zum Nachteil der Deutschen Bahn AG und weiteren Betrieben im gesamten norddeutschen Raum agierten Ermittler der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg und der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-D./Uelzen seit Dezember erstmalig in einer überregionalen gemeinsamen Ermittlungsgruppe.

TatwerkzeugTatwerkzeug

Nach einem versuchten Kupferdiebstahl auf dem Gelände eines Betriebs in Uelzen in der Nacht zum 11. Februar konnten Beamte der örtlichen Polizei sowie der Bundespolizei insgesamt 12 Männer und eine Frau in Uelzen vorläufig festnehmen. Darüber hinaus stellten die Ordnungshüter mehrere Fahrzeuge, die zum Teil für den Abtransport der Beute bereitgestellt waren, sicher.

Noch am gleichen Tag durchsuchten in einer konzentrierten Aktion mehr als 100 Beamte der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg und den Bundespolizeiabteilungen Uelzen und Ratzeburg bis in die späten Abendstunden insgesamt elf Wohnungen und Nebengebäude der serbisch-slowenischen Tätergruppe in Hamburg. Dabei stellten die norddeutschen Ermittler umfangreiches Beweismaterial, wie etwa Kontounterlagen, Belege und Tatwerkzeuge sicher. Zudem beschlagnahmte die "Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Bahnhof" insgesamt acht Fahrzeuge, Mobiltelefone, Laptops, Kameras, Armbanduhren und Bargeld in Höhe von mehr als 10.000 Euro.

Sichergestelltes Buntmetall

Insgesamt werden der Tätergruppierung mehr als 15 Buntmetalldiebstähle und Einbrüche im Norddeutschen Raum vorgeworfen. Nach Kenntnisstand der Kolleginnen und Kollegen erbeutete die Bande bei ihren Beutezügen Buntmetalle im hohen zweistelligen Tonnen-Bereich und veräußerten dieses an Firmen, die identifiziert werden konnten. Der entstandene Schaden wird derzeit mit mehreren hunderttausend Euro beziffert.

Sieben der festgenommen Beschuldigten wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg Haftrichtern vorgeführt. Gegen einen weiteren Beschuldigten bestand bereits Haftbefehl, gegen weitere zwei Personen stehen Abschiebehaftbefehle beziehungsweise Ausweisungsverfügungen durch den Landkreis Uelzen im Raum.

Text: Bundespolizeidirektion Hannover
Bilder: Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg 

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