Vom Freund und Helfer zum Botschafter in Uniform – Anerkennung für Auslandsverwender
- Datum
- 16.01.2012
Was zunächst unvereinbar scheint, wurde am 12. Januar 2012 auf dem Gelände der Bundespolizei in Blumberg harmonisch miteinander verbunden.
Das Bindeglied waren neben den anwesenden Vertretern aus dem parlamentarischen Bereich vor allem diejenigen, um die es an diesem Tag ging: Die Auslandsverwender aus den Reihen des Zolls, des Bundeskriminalamtes, der Länderpolizeien und der Bundespolizei, die im Jahr 2011 nach meist einjähriger Dienstzeit in Krisenregionen nach Deutschland zurückgekehrt sind.
Mut zur Vielfalt
Knapp 500 von ihnen kamen in den mit viel Liebe zum Detail eigens für diesen Tag umfunktionierten Hubschrauberhangar der Bundespolizei-Fliegergruppe Blumberg auf Einladung des Bundesinnenministeriums zusammen. Nach einem einleitenden Musikstück des „Afghan Trios“ begrüßte der Vizepräsident des Bundespolizeipräsidiums, Wolfgang Lohmann, die Gäste und stellte die Besonderheiten von polizeilichen Auslandsmissionen klar heraus: „Der Beruf eines Polizisten – egal ob beim Bund oder Land – und der Beruf eines Zöllners sind bereits hierzulande mehr als vielfältig. Im Ausland haben wir jedoch von Ihnen erwartet, dass Sie neben der fachlichen Kompetenz die Sprache, Gestik und Mimik des jeweiligen Landes, die jeweilige Kultur richtig deuten und interpretieren können“.
Weiter hob der Vizepräsident die zum Teil schwierigen Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Zielländern wie dem Südsudan, Afghanistan oder Georgien hervor. Wer das freiwillig auf sich nehme, um einen Beitrag für die Sicherheit des entsprechenden Landes – und damit letztlich auch für die Sicherheit Deutschlands – zu leisten, habe echten Mut bewiesen. Und den braucht es auch, wie Dr. Christoph Bergner – Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern – in seiner Festrede betonte: „Unsere Vorstellung, eine demokratisch geprägte und friedliche Welt zu schaffen, können wir nur mit Menschen wie Ihnen verwirklichen.“
Wiedersehensfreude in Blumberg
Es folgten Grußworte des Staatssekretärs des Auswärtigen Amts Prof. Dr. Harald Braun, des unlängst aus Liberia zurückgekehrten Landespolizisten Uwe N. und des Vorsitzenden der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Internationale Polizeimissionen“, Dieter Wehe. Musikalisch rahmte die Komplettbesetzung des Bundespolizeiorchesters Berlin die Dankesworte mit passenden Stücken ein, bevor dessen Combo mit Evergreen-Melodien den weiteren Abend einläutete.
Es dauerte nicht lange, bis die ersten Paare in Uniform und in Zivil die Tanzfläche eroberten. Auch konnte man nun immer häufiger Polizisten von Bund und Ländern beobachten, die sich freundschaftlich gegenseitig auf die Schulter klopften. Einige von ihnen hatten sich zuletzt beispielsweise am Hindukusch gesehen. Sie alle gemeinsam sind der Beleg für das Erfolgsmodell der polizeilichen Auslandsmissionen.




